«Einander zugewandte Häuserfronten in geselligen Gruppen»:
Zwischen schachbrettartig stehenden Häusern sucht sich die Via Maistra ihren gekrümmten Weg. Aus einer Engstelle tritt sie heraus, durchquert diagonal einen Platz, erreicht die nächste Engstelle, um den nächsten Platz diagonal zu durchqueren usw. Dieses lebendige Gefüge beschreibt I.U. Könz anschaulich als «Gesellige Gruppen mit einander zugewandten Häuserfronten» rund um die alten Brunnenplätze. Ein solches Siedlungsbild inspiriert uns bei der Konzeption der neuen Häuser rund um die Antoniuskirche, weil es in der Vergangenheit des Ortes seine Wurzeln hat und für die Zukunft des Ortes ein Modell sein kann.
Zwar bildet diese historische Referenz einen eigentlichen Gegenentwurf zum Siedlungsmuster der Mehrfamilienhäuser im eingezäunten Abstandsgrün, wie es die unmittelbare Umgebung des Planungsperimeters prägt. Aber für lebendige, dichte Nachbarschaften ist es ein vielversprechendes Vorbild! Ganz knapp wären auch vier Vollgeschosse möglich innerhalb der zulässigen Gebäudehöhe. Beschränkt man sich auf drei, so bleibt die Kirche der bestimmende Höhenakzent, dem sich die Neubauten unterordnen. Die plastisch bewegte Form der Baukörper bildet mit dem gegliederten Kirchenbau ein Ensemble. Vor- und Rücksprünge von Altbau und Neubauten sind aufeinander abgestimmt, so dass gemeinsame Freiräume entstehen, welche der Kirchgemeinde ebenso wie der Bewohnerschaft offenstehen.












