Da die Wohnhäuser an der Weinbergstrasse 71 und dem Steinhausweg 1 aus dem Jahr 1993 sanierungsbedürftig sind, werden sie ertüchtigt und aufgestockt: Die Grundrisse der Wohnungen im Bestand werden den heutigen Ansprüchen und Bedürfnissen angepasst, die Fassaden werden energetisch optimiert und ästhetisch sowie konstruktiv neu gedacht. Wo immer möglich, werden die Erweiterungen in Holzbauweise umgesetzt.
Das bestehende Mehrfamilienhaus an der Weinbergstrasse 71 erfährt eine umfassende Erweiterung sowohl im Grundriss als auch im Schnitt. Innerhalb der Aufstockung wird das vorhandene Attikageschoss in ein vollwertiges Geschoss umgewandelt und durch ein weiteres Vollgeschoss sowie ein neues Attikageschoss ergänzt. Das oberste Vollgeschoss springt gartenseitig nach innen und führt zu einer Abtreppung in der Gebäudevolumetrie. Auf der Strassenseite wird der bisherige runde Erker durch einen rechteckigen Erker ersetzt. Die Erker an der Süd- und der Nordseite stellen den Lärmschutz für die Schlafzimmer sicher.
Das Gebäude am Steinhausweg 1 wird um ein Attikageschoss erweitert und die bisherigen Balkone werden zu Erkern umgestaltet. Die Gebäudeecken im Nord- und Südwesten hingegen werden in den Obergeschossen zu Loggien zurückgebaut, wobei so viel wie möglich von der bestehenden Struktur erhalten wird. Die privaten Aussenräume werden im Attikageschoss mit einer raumbildenden Pergola fortgesetzt. Im Gegensatz zum Projekt für die Weinbergstrasse 71 wird hier auf die bisherige gewerbliche Nutzung in den unteren Geschossen verzichtet. Stattdessen entstehen im Erdgeschoss und 1. Untergeschoss zwei Maisonette-Wohnungen. Diese innere Reorganisation dient als Anlass, das Gebäude neu zu orientieren und den Haupteingang von der Ost- zur Westseite zu verlegen. So entsteht eine neue Adressbildung an der Obstgartenstrasse und eine angemessene Eingangssituation, die auch zur Verbesserung des Strassenbilds beiträgt.
Die Topographie der Parzelle steigt von Westen nach Osten stark an. Dieser Höhenunterschied im Terrain wird auch in der Gestaltung der Freiräume aufgenommen. Am Steinhausweg 1 gibt die neue Adressbildung an der Obstgartenstrasse Anlass dazu, die Umgebung grundlegend zu überarbeiten – der alte Hauseingang wird Teil der sekundären Erschliessung, die das Haus am Steinhausweg 1 über eine informelle Wegführung mit der Weinbergstrasse verbindet. An der Obstgartenstrasse schaffen Bäume Abstand zwischen Strassenraum und Fassade. Es sollen so viele bestehende Bäume wie möglich erhalten bleiben.











