Wir sind überzeugt, dass der Schlüssel für die Zukunft des Areals in seiner Vergangenheit liegt, und wenn diese Kontinuität erkannt wird, muss man sich um eine prägnante künftige Identität für diesen Ort keine Sorgen machen. Noch vor vierzig Jahren leistete eine Schar von Schuppen und Häusern den Druckereigebäuden Gesellschaft. Sie waren ausgerichtet von den Stumpengleisen, die an den Häusern vorbei oder in sie hineinführten, und so standen sie dicht an dicht in der charakteristischen Fächerung, wie sie nur an Gleisharfen vorkommt. Die Ausrichtung der Bauten auf die aufgefächerten Gleise ist im Bestand noch erkennbar. Nur ist dieser Bestand heute mit allerlei Bindegewebe zu einem Konglomerat zusammengebacken.
Wir machen die Fächerung zum Leitmotiv. Dazu entfernen wir in einem ersten Schritt die verbindenden Bauteile im Bestand und haben es nun mit drei scharf konturierten Baukörpern von je eigenem Charakter zu tun, denen wir weitere zur Seite stellen - in einem zweiten Schritt. Diese neuen Gebäude, elegant in ihrem schmalen, hohen Profil, stehen aufgefächert wie einst die alten Häuser, aber an neuer Stelle und in neuer Grösse. Wir stellen uns weitere Gleise vor, das Gleis 12 und das Gleis 13, deren imaginärer Verlauf die neuen Häuser ausrichtet…
Die Analogie der neuen Bebauung zur ehemaligen wärmt aber nicht einfach eine nostalgische Erzählung auf, sondern liefert im Gegenteil ein starkes Bild für die Zukunft des Ortes. Die dichte Bautengruppe formt eine aufregende Silhouette, die sich beim Blick aus dem Zug und Auto unmittelbar einprägt. Die Bauten folgen der Fliessrichtung der Verkehrsströme. Sie tun dies aber nicht in Form einer langen Zeile, sondern mittels kurzer, kompakter Baukörper. Denn diese lassen tiefe Lücken offen, welche die Blicke in die Weite der Landschaft und das Licht in die Dichte des Stadtraums dringen lassen.















